Wir haben uns entschieden, unseren fast dreimonatigen Aufenthalt in Dänemark nicht in Ronshoved zu beenden, sondern dem in Dänemark wunderbar gefåhrten Ostseeküstenradweg auch ein Stück und ein paar Tage in Deutschland zu fahren. Und so folgten wir der Route des Ostseekåstenradwegs heute bis zur Grenze, dann nach Flensburg und weiter nach Glücksburg.
Wir überquerten die deutsch-dänische Grenze an einer Stelle, die wir sehr gut kannten, der kleinen Brücke in der Nähe des Skovmagerhus bei Wassersleben. In Flensburg wollten wir nur kurz etwas essen, da wir Flensburg kannten, und danach gleich weiterfahren. Am Hafen haben wir Fisch gegessen und sind weiter. Wir merkten schnell, wir waren wieder in Deutschland. Die Beschilderung der Radstrecken war grausam, teilweise unvollständig oder irreführend. Die Streckenführung ließ sehr zu wünschen übrig. In Sölitude wurde uns von Anwohnern abgeraten, die ausgeschilderte Strecke zu benutzen. Einige Abschnitte waren ideenlos, einfach ein Radweg an stark befahrenen Straßen. Eine Beschilderung für einen ‚Ostseeküstenradweg‘ ist uns auf deutscher Seite den ganzen Tag nicht begegnet. So folgten wir einfach dem gps-Tracke, den wir uns vorher aus dem Internet heruntergeladen hatten. Also Genuß war es keiner, aber darauf hatten wir für heute in dem dicht bewohnten Gebiet rund um Flensburg nicht mit gerechnet.
Wir haben im artefact Powerpark übernachtet, einer Privatinitiative, die Menschen die Umweltproblematik näher bringen will. Es gibt einfach Zimmer in unterschiedlichen Themenhäusern, bei denen immer auf Umweltverträglichkeit geachtet wird. Dieses beachtenswerte Projekt mit privaten Mitteln zu stemmen, ist schon beeindruckend.
Abends sind wir dann noch in den Ort hinuntergegangen und haben uns das Schloss angesehen. Wir fanden auch ein nettes Bistro für das Abendessen.








