Radtour im Dezember

Es ist Dezember: bestes Wetter, Sonnenschein. Da hielt mich nichts zu Hause. Da die Tage im Dezember recht kurz sind, konnte die Tour nicht sehr lange werden, aber trotzdem. So plante ich dann, nach Hude zu radeln und mit dem Zug zurückzukommen.

Es war einmalig schön. Die Sonne wärmte. Leider stand am Wegesrand keine Bank in der Sonne. Im Schatten war es aber unangenehm kalt. In Hurrel entdeckte ich dann eine herrliche Bank vor einem Haus direkt in der Sonne. Ich habe nicht lange gezaudert und gefragt, ob ich diese private Bank für meine Mittagspause benutzen darf. Die Bitte wurde mir nicht verwehrt. Wäre es eine öffentliche Bank gewesen, hätte ich mich auch zu einem kurzen Mittagsschlaf in der Sonne hinreißen lassen. Das habe ich mir hier aber nicht getraut.

Als ich in Hude am Bahnhof stand, verlor die Sonne allmählich wieder an Kraft und so war ich froh, im warmen Zug wieder gen Oldenburg zu radeln.

Am 9.12. eine Radtour – das ist schon toll.

Im Winter mit dem Fahrrad

Vier Grad Außentemperatur und wir sind immer noch mit dem Fahrrad unterwegs. Während wir bisher im Sauerland immer die Räder im November in den Keller verbannt und dann erst wieder im März/April herausgekramt haben, geht das Leben hier mit dem Fahrrad weiter. Wir haben hier keine Berge, die wir hoch fahren müssen, so dass die kalte Luft in der Lunge schmerzt. Das macht Freude und ist ein Gewinn an Lebensqualität. Und wenn es dann mal herbstlich nass und kalt ist, steigen wir auch mal auf den Bus um. Da es in den letzten Wochen eigentlich ziemlich mild war, ließ sich der lauwarme Regen ganz gut aushalten, und so ist das nicht sehr häufig passiert. Im Dunkeln radeln und dann noch bei nasser Straße begeistert mich nicht. Da merke ich, dass meine Seekraft nicht mehr ganz so gut ist. Da müssen wir eben langsam tuen. Jedenfalls schränkt es unsere Begeisterung für Oldenburg nicht ein.