Zurück zum Alltag

Ein kleiner Eingriff hat mich für 10 Tage außer Gefecht gesetzt. Es begann mit einer Zahn-Extraktion. Drei Zähne sind mir gezogen worden. Anscheinend Routine. Jedoch hörten die Blutungen nicht auf. Die erste Nacht ist noch einigermaßen gut verlaufen. Bei der Nachuntersuchung schickte mich der Zahnarzt in die Kieferchirurgie im Krankenhaus, weil nachgenäht werden müsste. Ein junger Arzt hat dann auch noch ein paar Fäden gesetzt. In der folgenden Nacht wurde ich blutverschmiert wach und mein Kopf lag in einer Blutlache. In unserer Not haben wir den Notdienst angerufen und sind mit dem Krankenwagen in die Klinik gefahren, wo erneut weitere Nähte gesetzt wurden. In der darauf folgenden Nacht blutete es erneut, so dass wir morgens einen Kieferchirurgen aufsuchten, der die Wunde wieder freilegte, säuberte und erneut vernähte.
Nach fünf Tagen mit 4 Betäubungen und Eingriffen war mein Mundraum schwer ramponiert und die Backe dick. Die zehn Tage habe ich mich eigentlich nur in dem Dreieck Coach, Bett und Toilette bewegt. Zwei Kilo habe ich abgenommen, weil ich kaum was essen konnte. Die Diät bestand aus Apfelkompott, Wackelpudding und Nudelsuppe. Seit gestern hat mich das normale Leben wieder.

Datenschutz vs. Patientenwohl

Ich mußte in der letzten Woche eine sehr schmerzhafte Erfahrung machen, die mich aber auch über das Thema Datenschutz vs. Patientenwohl nachdenken ließ. Mir sind drei Zähne gezogen worden. Dazu mußte mein INR passend eingestellt werden. Dafür ist der Hausarzt zuständig. Also schickt mich der Zahnarzt zum Hausarzt, damit meine Medikamente entsprechend eingestellt werden. Frage der Hausärztin: „Welchen Wert hätte der Zahnarzt denn gerne?“ Woher soll ich das wissen? Die Info hat er mir nicht mitgegeben. Schließlich entschied sich die Ärztin ein Medikament komplett abzusetzen und durch ein anderes zu ersetzen ohne Rücksprache mit dem Zahnarzt zu nehmen.
Nach der OP kam es zu Problemen und ich wurde ins Krankenhaus geschickt. Dort erhielt ich nach einer Behandlung einen handgeschriebenen Befund, der kaum lesbar war, den die Ärztin nur mühsam entzifferte.
Als es zu weiteren Komplikationen kam, wurde ich zu einem Chirurgen geschickt. Nach einer weiteren OP mußte entschieden werden, wie es mit meiner Medikamentierung weiter gehen sollte. Als der Chrirurg mich bat diesbezüglich mit meiner Hausärztin Rücksprache zu nehmen, bin ich sauer geworden und habe ihn gebeten, das selbst zu machen, da ich kein Arzt wäre und die Kommunikation über mich nicht redundant ist.
Das haben wir in Dänemark und den Niederlanden völlig anders erlebt. In Dänemark gibt es eine zentrale Patientendatenbank, in die jeder Arzt Einsicht hat und dann die Behandlung durch einen anderen Arzt nachvollziehen kann, keine handgeschriebenen Notizen, die man nicht entziffern kann, keine Zeitverluste, weil der im Prinzip inkompetente Patient Informationen teilweise mündlich hin- und hertragen muss.
In den Niederlanden sind mir vor vier Jahren auch Zähne gezogen worden. Dort haben Thrombosearzt und Zahnarzt völlig selbstverständlich miteinander telefoniert und mich anschließend über ihren Beschluss informiert.
In Deutschland wird dann immer aufgeführt, dass der Datenschutz diesen Vorgehensweisen entgegensteht. Datenschutz ist sicherlich ein hohes Gut, dass es aber über dem Patientenwohl steht, ist für mich unverständlich. Hier muss doch das Risiko, dass ein Arzt die Infos eines anderen Arztes mißbraucht, gegen das Risiko durch fehlerhafte Kommunikation abgewogen werden. Und da steht für mich Gesundheit und Wohl des Kranken an erster Stelle.

Mit dem Rad unterwegs

Ich musste zu einer Behandlung zum Orthopäden nach Kreyenbrück. Die Sonne schien und die Luft war klar. So richtig habe ich nicht nachgedacht, als ich mich entschloss, mit dem Rad zu fahren. Die Außentemperatur betrug -5°. Im Sauerland hätte ich es wahrscheinlich nicht mal bis zur Hauptstraße geschafft, da mir auf den 500 m bergab rollend  alles eingefroren wäre. Ja, es war kalt an der Stirn und das Schloss war steif gefroren. Aber es ließ sich machen. Und ich war nicht alleine. Dabei gabe es dann auch noch hartgesottene, die nicht mal eine Mütze auf dem Kopf hatten, während ich froh war, den Headgator um zu haben, und ich ihn mir vor den Mund gezogen habe. Dafür klebte dann Eis am Tuch, als ich ankam.

Sonntagsspaziergang an der Hunte im Schnee

Am Sonntag schien herrlich die Sonne und es war kalt. Trotzdem waren viele Menschen auf den Beinen. Auch mich zog es hinaus ein paar Aufnahmen zu machen.

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