Erntedankgottesdienst und -umzug

Es begann mit einem Gottesdienst auf einem Bauernhof gegenüber von IKEA. Dort versammelten wir uns. Auf einer Wiese hinter dem Hof waren die bunt geschmückten Trecker mit ihren Anhängern aufgereiht. Nach dem Gottesdienst und der Vorführung einer Tanzgruppe aus Neuenwege begann der Umzug. 18 Tracktorgespanne nahmen an dem Umzug teil. Kramermarktumzug in kleinerer Ausführung, aber genauso bunt, schrill und laut. Wir glaubten, es gehe nur mal eben um die Ecke bis zum Ziel, der Schule. Davon konnte aber keine Rede sein. Der Umzug war 7 km lang, vorbei an den Höfen an der östlichen Außenkante von Oldenburg, vor denen jeder Wagen mit Schnaps oder Leckereien begrüßt wurde. So wurde der Weg lang und länger. Wir mussten uns dann irgendwann verabschieden, weil es uns zu spät wurde und wir nicht damit gerechnet hatte, dass der Umzug mehrere Stunden dauern würde.

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Radtour über Berne nach Hude

Im Frühjahr bin ich mit dem ADFC an einem Sonntag auf Tour gegangen. Ein Teil dieser Route wollte ich heute mit M machen. Es ging also zunächst auf der Nordseite des Hunte-Kanals  von Oldenburg aus zur Huntebrücke, weiter zur Storchenstation nach Berne und dann über Cafe 21 nach Hude, von wo aus wir den Zug zurück nach Oldenburg genommen haben. Das Nebeneinander von alter und neuer Huntebrücke faszinierte uns. Auf der  Storchenstation bekamen wir nur noch die ‚flügellahmen‘ Tier zu sehen, die in Berne überwintern werden. Die gesunden Tiere sind schon vor ein paar Tagen gen Süden gezogen. Cafe 21 ist in Diele eines alten Bauernhofes. Man konnte aber auch draußen sitzen bei einem schönen großen Stück Kuchen mit einer Tasse Kaffee.
Das spätsommerliche Wetter lud dann anschließend zum Besuch des Weinfestes ein.

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Wilhelmshaven – Nordenham

Mein Sabbatjahr geht dieses Wochenende zu Ende und ich hatte noch eine Tour im Kopf, die nur in der Sommerzeit möglich ist und die ich noch unbedingt machen wollte. Zwischen Wilhelmshaven und Eckwarder Ahndeich verkehrt an der schmalsten Stelle des Jadebusens ein Fähre. Sie fährt jedoch nur zweimal am Tag, frühmorgens und nachmittags.  Daher bestand mein Plan darin, mit dem Bus nach Wilhelmshaven, dann mit der Fähre rüber und dann an der Küste lang nach Nordenham, von wo aus ich mit dem Zug zurück nach Oldenburg fahren kann.

Als ich morgens aufstand, schien in Oldenburg die Sonne und die Wetteraussichten waren auch gut, so dass ich mich auf den Weg machte. In Wilhelmshaven dagegen war es grau in grau. Schnell hatte ich die Fähre am Helgoland-Kai – an dem kein Schiff mehr nach Helgoland abfährt – gefunden. Wir waren nur 4 Passagiere. Bei dem Preis von 12 Euro (7 + 5 für das Fahrrad) pro Person mit Fahrrad kein Wunder. Die Fähre wird insbesondere für Ausflüge mit dem Rad nach Butjadingen angepriesen – morgens hin und abends dann zurück – wenn aber eine Familie mit zwei Kindern irgendwo zwischen 50 und 100 Euro alleine für die Fährüberfahrten bezahlen muss, such man sich ein anderes Ziel. Selbst wenn man die Fähre nutzt, um einmal rüberzufahren und den Jadebusen zu umrunden (ca 54 km), dann sind 48 Euro für eine Familie meiner Meinung nach zuviel.

Bei der Abfahrt begann es dann fürchterlich zu nieseln, so dass die Überfahrt kein Genuss war. Ein Nieselregen, der durch alle Ritzen ging.

Auf der Rückfahrt hatte das Schiff dann mehr Passagiere, Ausflügler, die das miese Wetter für einen Besuch von Wilhelmshaven nutzen wollten, also keine Fahrräder dabei hatten. Aber was macht man acht Stunden in Wilhelmshaven, von der Ankunft ca 11.30 bis zur Rückfahrt um 17.00 Uhr. Ein weiteres Problem war der Kartenverkauf, der in einem Kiosk ca 500 m vom Fähranleger entfernt, erfolgte. Dies war nicht erkennbar, da auch der Parkplatz direkt neben dem Anleger war. So ist dann manch ein Vater ins Schwitzen gekommen, um noch Fahrkarten vor der Abfahrt zu erwerben.

Kurz nach der Ankunft auf der anderen Seite klarte es dann auf. Auf dem Weg nach Norden bin ich hinter dem Deich gefahren. Auf der anderen Seite der Jadebucht liegt der Jadeport, ein Tiefwasserhafen, der in Oldenburg heftigst diskutiert wird. Denn zum Abtransport der Container soll die Bahnstrecke durch die Stadt ausgebaut werden. Man fragt sich warum? Ich bin jetzt dreimal am Hafen gewesen. Nie habe ich dort ein Schiff angetroffen oder Container auf der riesigen Terminalfläche gesehen. Jedoch wird schon jetzt wird behauptet, der Hafen wäre zu klein und müßte bald ausgeweitet werden.

Ich hatte erwartet auf der Halbinsel am Jadebusen ziemlich alleine zu sein. Weit gefehlt. Die Halbinsel ist touristisch stark erschlossen und so reihte sich Sommerhaussiedlung an Sommerhaussiedlung und die Ortschaften an der Küste erfüllten alle Vorurteile, die man von Seebädern an der Nordsee hat, angefangen von der gebührenpflichtigen Liegewieser am Wasser bis zu schnurgeraden Einkaufsstraßen, in denen sich ein Restaurant an des andere reiht, daneben Fahrradverleihe und Hotels. Keine gewachsenen Dörfer, sondern Orte ohne Flair, die nur ein paar Monate des Jahres von Leben strotzen, ansonsten aber mehr oder weniger ausgestorben sind.

In Langwarden fand ich einen Kiosk der Kette Melkhus, wo ich bei einem Kaffee und Brötchen, die ich mir mitgenommen hatte, eine Pause machte. Die Kirche von Langwarden war verschlossen. Der Hafen von Fedderwarden ist noch ein wenig ursprünglich und hat daher ein wenig Charme. Im folgenden folgte dann ein Campingplatz dem nächsten bis Burhave. Aber danach war Schluss mit Tourismus bis Blexen. Es war eine schöne Fahrt direkt hinter dem Deich.

Die Fähre Blexen-Bremerhaven, die ich ursprünglich mal nehmen wollte, verkehrt zur Zeit, nach dem ein Schiff in die Brücke gefahren ist, nicht. Ich war froh, dass ich intuitiv richtig nicht Bremerhaven, sondern Nordenham als Ziel gewählt und vorbereitet hatte. Die Strecke von Blexen nach Nordenham ist nicht sonderlich schön, aber der Zug aus Bremen endet in Nordenham, obwohl die Schienen von Nordenham bis Blexen noch liegen.

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Bilder eingefügt

Etwa für 2/3 der Tage unserer Radtour in Schweden sind jetzt die Texte korrigiert und die Bilder eingefügt.

Oldenburg

Bei gutem Wetter habe ich mir die Kamera geschnappt, um noch ein wenig zu fotografieren. Die Fotos wurden im Yachthaven, auf dem Pferdemarkt und am Rathaus gemacht.IMG_4305_1 IMG_4311_1 IMG_4314_1 IMG_4339_1 IMG_4344_1