Relativitätstheorie

Die Relativitätstheorie läuft mir in den Sabbatjahren nach. Vor drei Jahren in Groningen habe ich einen Kurs an der Seniorenuniversität zu diesem Thema besucht und jetzt begegnet sie mir wieder hier in Oldenburg. Das sogenannte Schlaue Haus bietet zum 100 jährigen Geburtstag der Relativitätstheorie seit September jede zweite Woche einen Vortrag zu diesem Thema an.  Die ersten beiden Vorträge habe ich verpaßt, aber danach habe ich fast alle besucht. Ich habe nicht immer alles verstanden. Aber es ist schon interessant die Entdeckungen der letzten Jahrzente kennenzulernen, die auf dieser Theorie von Einstein basieren. In meinem Physikstudium vor jetzt fast 40 Jahren habe ich noch nichts von Gravitationslinsen und schwarzen Löchern gehört.

Zur Zeit ist jetzt auch noch eine Ausstellung zu diesem Thema im schlauen Haus, die ich heute entdeckt habe. Sie ist interessant mit modernen Darstellungsformen gestaltet. So interessant, dass mich das Personal zur Schließzeit rausschmeißen mußte, weil ich das Zeitgefühl verloren hatte.

Letztes Wochenende des Lambertimarktes

Auch Oldenburg hat einen Weihnachtsmarkt, Lambertimarkt genannt. Nicht so groß wie die Weihnachtsmärkte in Aachen oder Dortmund, eher überschaubar, auf dem Rathausplatz und einem Teil des Schlossplatzes. Zweimal sind wir mit Oldenburgern abends da gewesen, um an einem Stand einen Glühwein zu trinken, aber dann ergibt sich keine Gelegenheit ein paar Fotos zu machen. Heute sind wir extra zur Mittagszeit bei Tageslicht hingegangen. Es ist das letzte Adventswochenende und der Markt ist voller Holländer, die so etwas nicht kennen. Um Probleme gleich zu vermeiden, patroullieren deutsch-holländische Streifen. Das haben wir auch vor Jahren in Groningen auf dem Blumenmarkt am Karfreitag erlebt. Dann strömen die Deutschen in Scharen nach Groningen, weil in Deutschland alle Geschäfte geschlossen sind. Dann patroullieren deutsche Polizisten mit holländischen Kollegen über den Grote Markt in Groningen.
Man merkt die Nähe zu den Niederlanden aber auch am kulinarischen Angebot – Erdnusssauße auf Fritten. Hier wird auf die Geschmäcker der Nachbarn Rücksicht genommen.
Ansonsten gibt es die üblichen Glühweinbuden, Frittenbuden, Verkaufsstände für Feuerzangenbowle, ein paar Buden, die Schmuck und Weihnachtsartikel, -sterne usw verkaufen, sowie Süßwarenstände.
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Radtour im Dezember

Es ist Dezember: bestes Wetter, Sonnenschein. Da hielt mich nichts zu Hause. Da die Tage im Dezember recht kurz sind, konnte die Tour nicht sehr lange werden, aber trotzdem. So plante ich dann, nach Hude zu radeln und mit dem Zug zurückzukommen.

Es war einmalig schön. Die Sonne wärmte. Leider stand am Wegesrand keine Bank in der Sonne. Im Schatten war es aber unangenehm kalt. In Hurrel entdeckte ich dann eine herrliche Bank vor einem Haus direkt in der Sonne. Ich habe nicht lange gezaudert und gefragt, ob ich diese private Bank für meine Mittagspause benutzen darf. Die Bitte wurde mir nicht verwehrt. Wäre es eine öffentliche Bank gewesen, hätte ich mich auch zu einem kurzen Mittagsschlaf in der Sonne hinreißen lassen. Das habe ich mir hier aber nicht getraut.

Als ich in Hude am Bahnhof stand, verlor die Sonne allmählich wieder an Kraft und so war ich froh, im warmen Zug wieder gen Oldenburg zu radeln.

Am 9.12. eine Radtour – das ist schon toll.

Im Winter mit dem Fahrrad

Vier Grad Außentemperatur und wir sind immer noch mit dem Fahrrad unterwegs. Während wir bisher im Sauerland immer die Räder im November in den Keller verbannt und dann erst wieder im März/April herausgekramt haben, geht das Leben hier mit dem Fahrrad weiter. Wir haben hier keine Berge, die wir hoch fahren müssen, so dass die kalte Luft in der Lunge schmerzt. Das macht Freude und ist ein Gewinn an Lebensqualität. Und wenn es dann mal herbstlich nass und kalt ist, steigen wir auch mal auf den Bus um. Da es in den letzten Wochen eigentlich ziemlich mild war, ließ sich der lauwarme Regen ganz gut aushalten, und so ist das nicht sehr häufig passiert. Im Dunkeln radeln und dann noch bei nasser Straße begeistert mich nicht. Da merke ich, dass meine Seekraft nicht mehr ganz so gut ist. Da müssen wir eben langsam tuen. Jedenfalls schränkt es unsere Begeisterung für Oldenburg nicht ein.